Was für ein Spiel: Der UHC Vikings Bern und UHT Schangnau lieferten sich am Sonntagmorgen ein intensives, torreiches und bis zur letzten Sekunde offenes Duell. Nach nur sieben Sekunden lagen die Vikings bereits mit 0:1 zurück, als Marvin Feuz für Schangnau traf. Die Antwort liess aber nicht lange auf sich warten: Nicolas Steiner glich in der zweiten Minute zum 1:1 aus.

In der Startphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Tobias Wälchli brachte die Vikings nach Vorarbeit von Jan Leibacher mit 2:1 in Führung, doch Schangnau reagierte stark. Tobias Gerber, Mischa Wüthrich und Lars Egli drehten die Partie zugunsten des Heimteams. Als Mischa Wüthrich in der zwölften Minute auf 5:2 stellte, mussten die Vikings erstmals tief durchatmen.

Doch statt auseinanderzufallen, zeigte Bern Moral. Alessandro Mongardi verkürzte auf 5:3, Jan Leibacher legte kurz darauf das 5:4 nach, und Nicolas Steiner traf noch vor der ersten Pause zum 5:5. Damit war das Spiel wieder völlig offen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hektisch und hochklassig. Jan Leibacher brachte die Vikings mit seinem zweiten Treffer zum 6:5 in Führung. Schangnau antwortete durch Mischa Wüthrich und Marvin Feuz und ging erneut mit 7:6 in Front. Doch die Vikings blieben geduldig, kämpften um jeden Ball und fanden wieder zurück ins Spiel.

In der Schlussphase übernahm Bern nochmals das Momentum. Jan Leibacher traf zum 7:7, ehe Nicolas Steiner in der 36. Minute das 8:7 für die Vikings erzielte. Alles deutete auf einen Auswärtssieg hin, doch Schangnau riskierte in der letzten Minute alles, nahm den Goalie raus und wurde belohnt: Tobias Gerber traf 39 Sekunden vor Schluss zum 8:8.

Am Ende steht ein Unentschieden, das sich trotz spätem Gegentreffer wie ein Beweis für den Charakter der Mannschaft anfühlt. Die Vikings kämpften sich nach einem Drei-Tore-Rückstand zurück, zeigten offensiv viel Qualität und hatten mit Nicolas Steiner und Jan Leibacher zwei prägende Figuren in einem spektakulären Spiel.